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12.08.2002
Die nun mit dem ersten Spatenstich am 05.08.2002 begonnene Realisierung des
Radweges zwischen Bad Bergzabern und Birkenhördt ist für den BUND Südpfalz ein
typisches Beispiel für Sonntagsreden von Politikern.
Da benutzt man die Vokabeln: Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, AGENDA 21,
schonender Flächenverbrauch, Rückführung der Versiegelung, Hochwasserschutz,
Artenschutz.
Aber wenn es darum geht, derartige Erfordernisse bei Projekten zu
berücksichtigen, offenbart sich dem umweltbewegten Bürger der wahre Gehalt
dieser hohlen Phrasen.
Selbstverständlich ist auch der BUND Südpfalz der Meinung, dass dieser Radweg
erforderlich ist.
Lediglich die Auswahl der Befestigungsart war heftig umstritten. In einer Vereinbarung zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium kam man überein, in Schutzgebieten grundsätzlich auf eine bituminöse oder betonierte Radwegedecke zu verzichten und statt dessen Sand-Wasser gebundene Decken zu verwenden.
Gehen wir davon aus, dass die Fachleute in diesen Ministerien gute Gründe für ihre Entscheidung hatten. Man fragt sich nach der Intension der Gremien in Bad Bergzabern und Birkenhördt, die im Angesicht leerer Haushaltskassen ihren Beschluss für diese teure Variante auf Biegen und Brechen durchgesetzt haben und dabei 1 ½ Jahre Verzögerung zu verantworten haben.
Auch wenn dieser Radweg zu 75 % über Zuschüsse finanziert wird, bleiben die Gesamtkosten in Höhe von 220 000,- € (lt. Hn. Bohrer) letztendlich am Steuerzahler hängen. Die ökologisch verträglichere Sand-Wasser gebundene Lösung wäre für einen Bruchteil dieser Sume zu haben gewesen
Jeder, der sich an die
Zeiten des Radfahrens in seinem eigenen Leben erinnert, weiß, wie
unproblematisch es sich auf einem guten Schotterweg fährt.
Man hätte ohne Not im eigenen Bereich die Versiegelungsbilanz reduzieren können
und damit einen Beitrag zur Glaubwürdigkeit der o. g. Sonntagsreden geleistet.
Der BUND Südpfalz hofft, dass der Geist der AGENDA 21 im Rahmen der "Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung" (AEP) der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern in Zukunft ein offenes Ohr bei den politischen Entscheidungsträgern finden wird."
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
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