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05.03.2006

10 Fragen von Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverbände Haßloch und Böhl-Iggelheim an das Bundessortenamt, Prüfstelle Haßloch zur angemeldeten Freisetzung von GVO-Mais MON-00810-6 in der Gemarkung Haßloch

1. Nach unserer Kenntnis handelt es sich bei dem Mais MON-00810-6 um eine gegenüber der EU-Zulassung veränderte Sorte. Ist es richtig, dass hier die Gentechnik-Anhörungsverordnung (GenTAnhV) bzw. die Gentechnik-Beteiligungsverordnung (GenTBetV) zur Anwendung kommt, die eine Bürgerbeteiligung vorsehen?

2. In der Presse wurde erklärt, dass eine verbesserte Sorte eines EU-weit zugelassenen Genmais angebaut werden soll. Welche Änderungen sind an dieser Maissorte gegenüber der zugelassenen Variante vorgenommen worden?

3. Können Sie uns erklären, inwieweit die "Gute Fachliche Praxis" eingehalten wird?

4. Wie groß ist der im Rahmen des Genehmigungsverfahrens erforderliche Mindestabstand der Nachbarflächen zu den Flächen, auf denen von Ihnen das GVO ausgebracht wird?

5. Wie können sich benachbarte Landwirte vor gentechnischer Verunreinigung des eigenen Anbaus schützen? Wer haftet?

6. Welcher Schutz und welche Kennzeichnungspflicht bestehen für Mais, der nicht als Mischfutter für Tiere, sondern als ganzer Kolben zum menschlichen Verzehr geerntet und verkauft wird?

7. Muss alles Saatgut in der Umgebung von Gentechnik-Feldern auf GVO-Eintrag getestet werden? Wer übernimmt die Kosten hierfür?

8. Entsteht durch die Kreuzung von z. B. „Golden Bantam“ und MON 810 eine neue gentechnisch veränderte Maissorte, deren Anbau nach dem Gentechnikrecht nicht zugelassen und deren Aussaat daher verboten wäre?

9. Da die Züchtung und Saatgutvermehrung auf wenigen Ursprungssamen beruht, besteht die Gefahr der gentechnischen Verunreinigung ganzer Kulturen. Wie kann die freie Saatzucht, -erhaltung und -vermehrung unter diesen Bedingungen gesichert werden? Wird sie in der Umgebung von GVO-Feldern künftig nicht mehr möglich sein?

10. Sind weitere Freisetzungen von GVO in Haßloch geplant? Auf den Internetseiten des Ministeriums für Umwelt und Forsten, Rheinland-Pfalz http://www.muf.rlp.de/gesundheit_freisetzungsvorhaben_in_rheinlandpfalz/ steht: "In Rheinland-Pfalz sind momentan 13 Freisetzungsvorhaben zugelassen, die zum Teil am gleichen Standort durchgeführt werden."  ...

 Quelle: Bündnis 90 / Grüne, Ortsverbände Haßloch und Böhl-Iggelheim


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