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04.12.2006
Region soll selbst entscheiden dürfen
In einer so kleinräumig strukturierten
Region wie Rheinland-Pfalz muss es möglich sein, dass die Regionen selbst
darüber entscheiden können, ob auf ihrem Gebiet gentechnisch veränderte
Organismen (GVO) angebaut werden.
In Österreich und Polen sowie in anderen Nachbarländer Deutschlands sehe man
dies viel selbstverständlicher.
Diese Forderung ist Teil eines Schreibens, das BUND-Landesvorsitzende Heidelind
Weidemann zur bevorstehenden Novellierung des Gentechnikgesetzes an sämtliche
rheinland-pfälzische Mitglieder und Stellvertreter in den Bundestagsausschüsse
für Landwirtschaft, Umwelt, Forschung und Wirtschaft gerichtet hat.
Die Verfasserin betont die grundsätzliche Gleichrangigkeit des Rechts auf Einsatz gentechnisch veränderten Saatguts mit dem Recht auf gentechnikfreie Produktion.
Daher bedürfe es auch einer seriösen Regelung der Haftungs- und
Koexistenzfrage, die eine Nachbarschaft zwischen gentechnikfreiem - ob
konventionell oder ökologisch - und gentechnisch verändertem Anbau von
vornherein verbiete.
Die generell geltende Verschuldungshaftung dürfe nicht zugunsten der Konzerne
auf den Kopf gestellt werden.
Vielmehr sei ein eventueller Haftungsfonds in erster Linie von den
Gentech-Konzernen und in zweiter Linie von den Anwendern, keineswegs aber von
den Steuerzahlern zu finanzieren. Der Bürger, der zu einem hohen Prozentsatz
Gentechnik auf dem Acker ablehne, dürfe nicht in Haftung genommen werden für
Folgen, die er „weder gesetzt noch gewollt“ habe.
Quelle: BUND Rheinland-Pfalz
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: [email protected]
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