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BUND Herxheim zu den 30 Hektar zusätzlicher Gewerbefläche für Insheim

30 ha zusätzliche Gewerbefläche für Insheim, die etwa einem Viertel der bisher bebauten Gesamtfläche des Ortes entsprechen, sind nach Meinung des BUND Herxheim kommunalpoltitischer "Größenwahn" und die Umweltschützer hoffen, dass das zuständige Innenministerium keine Ausnahmegenehmigung dafür erteilt, bzw. der Ortsgemeinderat noch Einsicht zeigt und seinen Beschluss zurücknimmt.

Bereits 1974 hatte der Sachverständigenrat für Umweltfragen des Bundestages vor den Folgen der Betonierung unserer Landschaft gewarnt. Bis heute allerdings ohne messbaren Erfolg: Die Versiegelungsrate steigt weiter. 1999 wurden in Deutschland täglich (!) 129 Hektar Fläche versiegelt. Das entspricht einem Areal von 200 Fußballfeldern. In einem Interview mit Sonntag aktuell (Ausgabe vom 6.1.2002) sagte Dr.Troge, Chef des Umweltbundesamtes, dass bei gleicher Zuwachsrate die Bundesrepublik in etwa 80 Jahren komplett zubetoniert sein dürfte.

Vor diesem Hintergrund dürfte dieser "Endzustand" für einen so dicht besiedelten Kulturraum, wie es der Vorderpfalz entspricht, schon um einiges früher erreicht werden. Unsere Kommunalpolitiker tragen daher eine große Verantwortung, wenn es darum geht neue Flächen für Gewerbe und Wohngebiete auszuweisen. Leider ist es immer noch Gang und Gebe, dass jede Kommune weiter zusätzliche Flächen bebauen möchte und dies obwohl die Bevölkerungszahl in Deutschland zukünftig immer mehr zurückgeht.

Nun möchte ein "kleiner" Ort wie Insheim 30 ha neue Flächen für Gewerbe ausweisen. Die Stadt Landau hat zum Vergleich in ihrem aktuellen Flächennutzungsplan (FNP) von 2000 "nur" 56 ha neue Gewerbeflächen ausgewiesen. Dies ist nach Meinung des BUND Herxheim nicht nur total überdimensioniert, man heizt damit auch die Konkurrenzsituation in der Südpfalz unnötig an, denn die Nutzer können nur zum Bruchteil aus der Gemeinde Insheim selbst kommen.

Zusätzlich sollte man wissen, dass im FNP 2001 für Insheim 4 ha für Gewerbe zwischen Bahn und A65 ausgewiesen sind und 1,2 ha im Bereich südlich der Kandeler Straße für die Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsplans angemeldet wurden. Maximal sollten nach Meinung des BUND daher die 8 ha Konversionsfläche Schießplatz in Betracht gezogen werden. Die Art des Gewerbes und ihr Einfluss auf die Verkehrsbelastung sollte dabei beachtet werden und gleichzeitig ist dann ein vernünftiger Kompromiss zwischen zwischenzeitlich entstandenen schützenswerten Biotopelementen und der Nutzung zu finden.

Weitergehende Informationen zu diesen und anderen Umwelt-Themen finden Sie unter www.bund-herxheim.de


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