des BUND Südpfalz
Liebe BUND-Aktive, Freunde und Förderer,
in diesem Rundbrief möchten wir Sie wieder über unsere Aktivitäten seit dem letzten Rundschreiben informieren. Schwerpunkte waren und sind die zahlreichen Verkehrsprojekte in der Südpfalz und im Biosphären- reservat Pfälzerwald. In Atem hielten uns auch viele weitere Themen wie z. B. das Naturschutzgroßprojekt Bienwald, Müll oder Umwelterziehung.
Wer die Umwelt schonen und uns Kosten ersparen möchte, der kann diesen Rundbrief künftig per eMail oder Fax erhalten. Bitte melden Sie sich hierzu beim BUND Regionalbüro Pfalz, 76829 Landau, Annweilerstrasse 20, Tel. 06341-381671, Fax: 06341-381672, eMail: [email protected]
Bundesverkehrswegeplan in der Abstimmung auf Regierungsebene
Die
Landesregierung entwickelt keine Prioritätensetzungen für einen
umweltorientierten Ausbau der Verkehrswege, sondern präsentiert
milliardenschwere Wunschlisten für den Aus- und Neubau der Bundesfernstraßen.
Umweltpolitisch betrachtet, führen die geplanten Straßenbauinvestitionen in die
Sackgasse. Schon bisher hat der Verkehrssektor seinen Beitrag zur Reduktion der
klimarelevanten Emissionen nicht erbracht, z.B. steigen nach wie vor die
CO2
-Emissionen im Straßenverkehr
an. Der BUND schätzt, dass bei Realisierung aller angemeldeten Straßenbauwünsche
die CO2
-Emissionen um bis zu 10%
ansteigen werden. Weitere Stichworte sind: Zunehmender Flächenverbrauch direkt
durch die Verkehrswege sowie indirekt über die durch den Straßenverkehr
induzierte zunehmende Zersiedelung; weitere Zerschneidung und Verinselung der
Landschaft; zunehmende Lärmbelastung etc.
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Kernprobleme des
Bundesverkehrswegeplans:
http://www.bund-pfalz.de/aktuell.HTM
(News vom 23.03.03)
Verkehr allgemein:
www.bund.net?verkehr.html
B10 Ausbau
www.bund-pfalz.de/Verkehr/verkehr_start.htm
Alternativen zum B10 Ausbau, wie der zweigleisige und elektrifizierte Ausbau der
Schienenstrecke Rohrbach/Saar bis Graben- Neudorf hat “Südpfalz mobil” in den
Rheinpfalz- Artikeln vom 18.08.03, 22.08.03, 27.08.03 und 04.09.03 dargelegt.
Näheres auch unter:
www.bund-pfalz.de
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Von Seiten der
Landesregierung wird ein sog. Mediationsverfahren mit dem Ziel angestrebt, den
Ausbau nach einer ausführlichen Diskussion durchzuführen. Der BUND, die
Umweltverbände und BI´s werden dieses kritisch begleiten. Wir sehen ein
Mediationsverfahren nicht als geeignete Möglichkeit an, hier zu einem Ausgleich
der Interessen zu kommen. Es fehlt an einer gemeinsamen Interessenlage.
Die zweite geplante
Rheinbrücke
Das vom
Staatssekretär Eymael als bis zum Jahr 2010 zu realisierende Zeitziel, das
Projekt nördlich der bestehenden Rheinbrücke zu bauen, halten wir für
unrealistisch, da diese Brücke durch Gebiete mit hohem ökologischem
Konfliktpotential führt. (s. Rheinpfalz- Artikel vom 30.07.03 und vom 18.10.03)
Der BUND sieht eine zeitnahe Realisierung nur bei Tangierung von Flächen mit
geringem Konfliktpotential. Hierfür wurde bereits ein Vorschlag vorgelegt,
nämlich eine neue Brücke zwischen den heute bestehenden Straßen bzw.
Schienenbrücken zwischen Maximiliansau und Knielingen. Für weitere Planungen ist
ein Umweltverträglichkeitsgutachten erforderlich.
Zum Sommeranfang veranstaltete die Umwelt-Sinn-Werkstatt gemeinsam mit dem Superclub in Ilbesheim ein Jahrerskreis-Fest. Mit Kräutersammeln, Früchte der Saison zubereiten, Basteleien und Spielen wurde gemeinsam ein langer Sommerabend erlebt. Voller Begeisterung waren rund 30 Kinder aus dem Ort und der näheren Umgebung mit von der Partie.
Für die Zeit Nov. – Dez. 2003 wird ein Workshop angeboten zu den Themen: „Klaus, die Fledermaus“ und „die Farben des Regenbogens“. Weitere Infos gibt’s bei Heike Krippner, BUND Regionalbüro Landau
Naturschutzgroßprojekt Bienwald
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Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll das Naturschutzgroßprojekt anlaufen.
Die Kreise GER und SÜW haben entsprechnende Beschlüsse gefasst. Zu 70 %
gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz, 20 % durch das Land Rheinland
Pfalz und zu 10 % durch die Projektträger-Kreise GER und SÜW soll bei einer
Laufzeit von 12 Jahren der Bienwald und seine Randbereiche als ein
gesamtstaatlich repräsentativer und ökologisch herausragender Raum auf einer
Fläche von etwa 18.000 ha geschützt und weiterentwickelt werden. Ziele sind
neben dem Arten- und Biotopschutz ein beispielhaftes Nebeneinander von
Naturschutz und Landnutzung, v.a. Landwirtschaft, Forstwirtschaft und
Erholungsverkehr. Wesentlich ist die geplante Stilllegung von etwa 1680 ha Wald
im Bereich des sog. "Nassen Bienwaldes" sowie die Verbesserung der
Gewässerökologie auf der Grundlage eines zu erstellenden hydrologischen
Gutachtens. Gleichzeitig soll ein Schwerpunktgebiet für die Landschafts- und
Naturschutzforschung sowie das Umweltmonitoring am Oberrhein entstehen.
Müll
http://www.bund-pfalz.de/muell/m_start.HTM
Die 1.
Kammer des Verwaltungsgerichts NW hat in einem bürgerfreundlichen Urteil im
Januar 2003 festgesetzt, dass die von der Kreisverwaltung SÜW erlassenen
Abfallgebührenbescheide für die Jahre 1999 und 2000 wegen Rechtswidrigkeit
aufzuheben sind. Die Kosten des Verfahrens trägt der beklagte Landkreis.
Innerhalb der
Verbandsgemeinde Bad Bergzabern läuft seit einem knappen Jahr eine sog.
Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung (AEP), die als Pilotprojekt des Landes
gefördert wird. Hierbei geht es um eine integrierte und vernetzte
Zustandsbeschreibung und deren Zukunftspotentiale für die Entwicklung im
ländlichen Raum. Auf unseren permanenten Druck hin hat man von Seiten der
Verbandsgemeinde aus den Prozess der lokalen Agenda 21 dort integriert. Um die
Sache rund zu machen, hat man dann noch die Bemühungen um ein Stadtmarketing von
Bad Bergzabern mit aufgenommen. Moderiert wurde der Prozess von zwei
Planungsbüros, deren Arbeit vom Staat gefördert wird.
Der BUND hat sich mit einer ganzen Anzahl seiner Aktiven an diesem Prozess
beteiligt. Es besteht hierbei die Gefahr, dass bei dieser Fülle von
Aufgabenstellungen die Querschnittsaufgabe Nachhaltigkeit und damit der Prozess
zur lokalen Agenda 21 bei der Bürgerbeteiligung nicht ausreichend Gehör findet.
Es muss verhindert werden, dass schlussendlich Ergebnisse als Agenda 21-
Beschlüsse präsentiert werden, deren Herkunft und Intention nicht mit den Zielen
der Nachhaltigkeit vereinbar sind.
Man muss
aufpassen, dass die Ergebnisse unter der Überschrift Agenda 21 nicht einen
„Etikettenschwindel“ darstellen.
Streuobstinitiative Südpfalz
Gerade alte Streuobstwiesen sind für viele vom Aussterben bedrohte Tier- und
Pflanzenarten überlebenswichtig. Doch Flächen verbuschen, oder können aus Zeit-
oder Altersgründen nicht mehr ausreichend gepflegt werden.
Unter dem Motto: „Schutz durch Nutzung“ möchte die Initiative Streuobst
Obsterzeuger für regelmäßige Schnitt- und Pflegemaßnahmen gewinnen und aktiv bei
der Vermarktung des Streuobstes zur Seite stehen.
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Weitere Infos: Ralf Latour, Insheim Tel: 06341/144980
[email protected]
Naturkundliche Erfahrungsräume und Anlaufstellen
1.
Schulbauernhof Gut Hohenberg Annweiler- Queichhambach, Tel.: 06346/928555
2. „Lobby für Kinder“, Klingenmünster, www.lobbyfuerkinder.de
3. Tel.: 06349/928414 „Haus der Nachhaltigkeit“ (im Bau), Herr Leschnig, Tel.: 06325/955216, [email protected]
5.
BUND-Tagung am 17/18.10.03 in Trippstadt „Biodiversität im
Biosphärenreservat Pfälzerwald“ mit exzellenten Fachvorträgen
kk
6. Bereisung des AK Denkmalpflege im Verbandsgemeindegebiet Bad Bergzabern am 10.10.03 zu positiven und negativen Beispielen der Ortssanierung
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Was kann der Einzelne tun?
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Vermehrte Hochwasser und die verheerende Dürre in diesem Jahr sind erste
Anzeichen eines bevorstehenden Klimawandels.
Gerade wir als Mitglieder und Förderer des BUND sollten mit gutem Beispiel
vorangehen, den CO2 Ausstoß zu mindern und den ökologischen
Energiewechsel in Deutschland vorantreiben.
Dabei muss Ökostrom nicht teuer sein, für gerade mal 2 € mehr im Monat kann eine
vierköpfige Familie nachhaltig erzeugten Strom beziehen.
Ein Info-Flyer, sowie eine Infowand zum Thema wurde von Markus Lohf,
Freiwilliges Ökologisches Jahr 2003, im Rahmen seines FÖJ- Projektes umgesetzt.
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Nähere Informationen, Flyer und Antragsformulare kostenlos:
,
Markus Lohf, Tel.: 06398/993052, [email protected], www.oekostrom.de.vu
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Fahren mit Pflanzenöl
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Der Preis, den wir für unsere
Mobilität bezahlen ist hoch: Schadstoffausstoß, Waldsterben, Treibhauseffekt.
Bereits heute kann jedes Dieselfahrzeug, was viele Leute nicht wissen, ohne
Probleme mit Pflanzenöl (=Salatöl) betrieben werden.
Im Sommer ist dies ohne Umrüstung möglich, für kältere Monate ist eine rund 1500
€ teuere Umrüstung nötig, da es Anlassprobleme aufgrund der höheren Viskosität
des Öls geben kann.
Die Kosten sind jedoch nach kurzer Zeit wieder „eingefahren“, denn für den Liter
Pflanzenöl zahlt man je nach Hersteller gerade mal 0,60 €!
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Mehr Infos zum CO2 neutralen
Autofahren:
www.bv-pflanzenoele.de
(allgemeine Infos) www.elsbett.de
(Umrüstungen) [email protected]
Investitionen in alternative Energiekonzepte
-
Heizungsumstellung
Durch das Heizen mit Holz erspart man der Umwelt große Mengen an CO2
Belastungen. Das Verbrennen von Holz verläuft CO2 neutral, da der
Baum die entstehenden Mengen CO2 beim Verbrennen bei seinem Wachstum vorher der
Atmosphäre entzogen hat.
Neben dem Umweltaspekt spielt auch der finanzielle Aspekt eine wichtige Rolle:
Bis zu 50 % der jährlichen Heizkosten können eingespart werden.
Gerade waldbesitzende Gemeinden können durch Holzhackschnitzelheizungen in
öffentlichen Gebäuden ihr Schwachholz kostengünstig aufarbeiten und außerdem
noch einen aktiven Beitrag zum Agenda21-Prozess beisteuern.
Weitere Infos zum Heizen mit Holz:
http://www.bullerjan-online.de
-
Beteiligung an
Fotovoltaik an Landaus Dächern
Weitere Auskünfte zu diesem Projekt und weiteren freien Dachflächen erteilt
gerne der städtische Energieberater Axel Kasprzyk beim Stadtbauamt, Königstraße
21, Telefon 06341/13-453.
-
Beteiligung an
Windkraftanlagen:
http://www.kromer-wulff.de/
Neben dem guten Gefühl in eine gute Sache zu investieren, wird oft auch eine
überdurchschnittlich hohe, sichere Rendite ausgezahlt. Allgemeine Infos unter
obigem Link
Unser Vorstandsmitglied Reinhold
Siener hat sich beruflich und privat neu orientiert.
Er engagiert sich mit seiner Familie zunächst für ein Jahr in einem Wohnprojekt
im Schwarzwald, bei dem zwei Familien mit Behinderten, Pflegekindern und alten
Menschen zusammen leben. Wir wünschen ihm bei diesem Projekt viel Erfolg sowie
private und berufliche Zufriedenheit. Dankenswerterweise ist er weiterhin bereit
unsere Homepage zu betreuen. Für seine aktive und engagierte BUND-Arbeit danken
wir ihm nochmals auf diesem Wege.
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Die Einsatzstelle Lindelbrunn war und ist für
unsere Arbeit ein starkes Rückgrat und eigentlich unentbehrlich. Aktiv arbeiten
hier unter der Anleitung von Armin Osterheld seit August ´03 unsere beiden neuen
FÖJ´ler Jana Förste aus Frankfurt/Oder und Markus Lohf aus Lahr bei Freiburg.
Sie leisten bis Juli ´04 ihr freiwillig ökologisches Jahr bei uns. Ohne die
beiden wäre für uns ehrenamtliche Tätigkeiten in der Umweltschutzarbeit in
diesem Umfang nicht möglich. Herzlichen Dank den beiden engagierten jungen
Leuten.
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Wir haben alle Hände voll zu tun und
freuen uns über jeden zusätzlichen Helfer. Als Mitarbeiter/in können Sie sich
einsetzen in folgenden Bereichen:
f
- Jugendarbeit, Öffentlichkeitsarbeit (Aktionen, Kampagnen, Pressearbeit), Büroarbeit, Fachbeiträge, _ iii_Exkursionen usw., Für das Jahr 2004 planen wir ein Projekt „Naschgarten für Kinder“
f
Wer Interesse hat, sich gemeinsam mit uns für die Umwelt stark zu machen, bitte melden bei:
Heike Krippner, BUND Regionalbüro Pfalz, Annweilerstr. 20, 76829 Landau, Tel. 06341/ 38 16 71, e-mail [email protected]
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Termine:
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Di., 11. November 2003 |
Landauer Geo-Umwelttag, Uni Landau, Seminarraum Geographie (Raum 160) |
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Do., 13. November 2003 9:30 Uhr |
Kaiserslauterner Forum: Thema "Demographischer Wandel - Infrastruktur und
Versorgung für alle und überall?
|
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Nov-Dez |
Workshop in der Umwelt-Sinn-Werkstatt, Landau |
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Fr., 5.
Dezember 2003 |
Veranstaltungsreihe Südpfälzer Ökowinzer stellen sich vor:
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Im Advent |
Lichterspaziergänge zur Winter-Sonnenwende in Ilbesheim, Billigheim |
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21.12.2003 |
Weihnachtsbaumschlagen, Treffpunkt 10 Uhr Sportplatz Vorderweidenthal |
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Jeden 2.
Mi. im Monat |
monatliches Treffen des BUND Südpfalz,
BUND
Regionalbüro, Annweilerstr. 20, Landau. |
|
Fr., 16.
Januar 2004 |
Veranstaltungsreihe Südpfälzer Ökowinzer stellen sich vor: |
|
Sa., 31.
Januar / |
Lehrgang: Naturgemäßer Obstanbau, |
,

Rüdiger Maul
(Vorsitzender der Kreisgruppe Südpfalz)
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: [email protected]
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