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21.11.02
Pflegebeirat: Kein Asphalt
VORDERWEIDENTHAL: Für
Radwegedecke
Bei der jüngsten Sitzung des Landespflegebeirats ging es unter anderem um das
Thema "Flächenverbrauch und Versiegelungsbilanz" im Kreis Südliche
Weinstraße.
Der Landespflegebeirat als beratender Fachbeirat der unteren
Landespflegebehörde bei der Kreisverwaltung behandelte dieses Thema aus Anlass
der immer häufiger auftretenden und in ihren Auswirkungen immer folgenreicher,
das heißt auch teurer werdenden Hochwasserereignisse.
"Vor dem Hintergrund der Daten des statistischen Landesamtes, das den
täglichen Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsflächen in Rheinland-Pfalz derzeit
mit 54.000 Quadratmeter pro Tag angibt, ist davon auszugehen, dass ein Großteil
dieser Fläche auch unter Asphalt und Beton verschwindet", schreibt Armin
Osterheld, Vorsitzender des Beirates.
Am Beispiel der Radwege sei diskutiert worden, ob es weiterhin verantwortbar
sein könne, für politische Entscheidungen heute noch Standards anzulegen, die
in Zeiten ökologischer Unbekümmertheit galten. Speziell ging es darum, ob die
im Biosphärenreservat zu bauenden Radwege mit einer Asphalt- oder Betondecke
versiegelt werden oder eine Befestigung mit Sand-Wasser-gebundenem
Mineralgemisch gewählt wird. In Zeiten wachsender Umweltprobleme müssten sich
auch endlich Konsequenzen für das Handeln des Menschen ergeben. Es dürfte sich
kein Entscheidungsträger mehr auf den Standpunkt zurückziehen, der andere habe
versiegelte Radwege, also brauche er auch welche. "Seit Rio "92 muss
die Devise heißen global denken und lokal handeln", so Osterheld. In der
jüngsten Vergangenheit seien mehrere Radwege im Kreis, trotz anders lautender
Meinung des Landespflegebeirates, versiegelt worden. Der jetzt zur Debatte
stehende Radweg zwischen Waldhambach/Waldrohrbach bis zur Kaiserbacher Mühle
entlang der B 48 sollte deshalb nach dem Willen des Landespflegebeirats in
Sand-Wasser-gebundener Decke hergestellt werden.
Quelle: RON - RHEINPFALZ ONLINE, Freitag, 15. Nov , 03:45 Uhr
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