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21.02.2006

 

Raumordnungsverfahren (ROV) Zweite Rheinbrücke:
Sanierung instrumentalisiert für neue Autobahnquerspange?

KARLSRUHE/WÖRTH.  Wenn die Planer des 2. Rheinübergangs im laufenden Raumordnungsverfahren ein Gesamtszenario unter Einbeziehung der rechten Rheinseite und der zukünftigen Verkehrsentwicklung gezeichnet hätten, würde die Diskussion um dieses Projekt eine ganz andere Qualität bekommen. So der BUND zur Diskussion um die Verquickung der Sanierungsfrage um die bestehende Rheinbrücke mit dem Projekt der Neuerrichtung einer sog. „Nordbrücke“.

Nach Auffassung der Umweltorganisation breiten die Planer, weil sie im Grunde eine neue Autobahnquerspange zwischen beiden Seiten des Rheines durchsetzen wollen, über folgende nicht unerhebliche Tatsachen den Mantel des Schweigens:

Fazit:
Die unumgängliche Sanierung der vorhandenen Brücke ist lediglich ein Vorwand, um an anderer Stelle ein „neues Fass“ aufmachen zu können. Der Raum Südpfalz/Karlsruhe würde im Verkehr ersaufen, wenn mit der Einweihung der Nordbrücke dereinst ein triumphales „azapft is“ über den Rhein donnern würde.
Es würde sich zeigen, wie trotz allgemein abflauenden Verkehrswachstums dennoch durch starke Verkehrsbündelung regional die Verkehrsbelastung zunehmen kann.

Bemerkenswert erscheint noch, wieso die regionale Kommunalpolitik gegen die Hagenbach-Variante und gleichzeitig für eine Nordbrücke, die mit diesem Autobahnprojekt gerechtfertigt wird, votieren kann.

Vor allem ist zu bedenken, dass die hartnäckige Verknüpfung von Sanierungs- und Nordbrückenprojekt zu einer riskanten Verschleppung der Sanierungsarbeiten führen kann.

Der BUND möchte zu einer Vertiefung der Diskussion beitragen. Daher hat er mit Unterstützung zahlreicher anderer Verbände aus Baden, der Pfalz und dem Elsass ein Gutachten in Auftrag gegeben, das zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Es wird dann auch den Kommunen beiderseits des Rheins zur Verfügung gestellt.

Quelle: BUND Rheinland-Pfalz und im Konsens mit allen verbündeten Verbände und Bürgerinitiativen aus der Südpfalz, Karlsruhe und Elass.


Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen. 

Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

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